Freistehen mit einem Zeltanhänger?

Wer möchte nicht gerne an einer der wunderschönsten Stellen, inmitten herrlicher Natur sein Zelt aufschlagen? Abends dem Sonnenuntergang zuschauen und am Morgen die Ruhe und die erwachende Natur genießen?

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Eigentlich eine fast schon romantische Vorstellung, wären da nicht die Gesetze.

Ein Zeltanhänger ist eine Hybridform zwischen Caravan (Wohnwagen) und einem Zelt. Und genau hier steckt das Problem begraben!

In den meisten Ländern Europas ist es erlaubt, auf ausgewiesenen Parkplätzen mit seinem Fahrzeug für eine Nacht zu halten um die Fahrtüchtigkeit wieder her zu stellen. Mit z.B. einem VW Bus oder einem Wohnmobil ist das auch meist kein Problem – Parken, nach hinten gehen, eventuell noch Abendessen und ab in die Koje! Mit einem Wohnwagen gestaltet sich das Ganze schon etwas schwieriger, denn je nach Land und Region wird das teilweise toloriert, oder man wird ohne Strafe einfach weggeschickt. Wer jedoch mit einem Zelt unterwegs ist, für den gilt diese Regel im Normalfall nicht. Denn Wildcampen inmitten der freien Natur ist in den meisten Ländern Europas illegal und wird teilweise mit horrenden Strafen belegt! (Ausnahmen: Skandinavien, Schottland, Schweiz – mit Einschränkungen)

Doch wo liegt der Unterschied zwischen Parken und Camping?

Verallgemeinert könnte man sagen, dass Camping da beginnt, wo Parken aufhört. Sobald man also nicht nur das Fahrzeug abstellt, sondern etwas aus dem Fahrzeug herausholt, wie z.B. die Campingstühle oder sogar die Markiese, wird das meist als Camping angesehen.

Nun zum Zeltanhänger:

Die meisten Faltcaravane oder Zeltanhänger haben ein Bett auf der Ladefläche des Anhängers und ein zur Seite ausklappbares Zelt darüber. Damit fällt das Aufstellen dieser Caravan Gattung automatisch unter „Camping“, selbst wenn der Grund der Übernachtung der Wiederherstellung der Fahrtauglichkeit dient. Selbst auf Stellplätzen für Wohnmobile ist man damit nicht gerne gesehen, da es, nunja, kein Wohnmobil ist und auch im aufgebauten Zustand mehr Platz benötigt. Daher ist man meist gezwungen, auf Campingplätzen zu übernachten.

Wo kann man denn nun mit einem Zeltanhänger LEGAL freistehen?

Trotz der Flut an Verboten und Einschränkungen gibt es viele Möglichkeiten, doch in der Natur frei zu stehen. Die Besten Chancen hat man, wenn man einen Bauern fragt, ob man für eine Nacht auf seinem Grundstück campieren darf. Eine gewissen Freundlichkeit und Höflichkeit und eventuell auch geringfügige Sprachkenntnisse der jeweiligen Landessprache, helfen ungemein dabei.

(Video Freistehen Sierra Nevada) Dazu kommt, dass diese Form des „Wild“ – Campens in den meisten Ländern sogar vollkommen legal ist. Einzig die Niederlande gestatten es nicht, auf Privatgrund zu zelten, dafür gibt es dort massig günstige Campingplätze.

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