Der vierbeinige Campingplatzbesucher

Wenn der beste Freund des Menschen mit in den Urlaub darf…

Camping mit Hund – es gibt beinahe keine bessere Form des Urlaubs in dem Hund und Herrchen oder Frauchen gemeinsam eine tolle Zeit erleben können.

Doch dabei gibt es so einiges zu beachten!

Noch bevor man die Reise antritt, muss man sich unbedingt genaustens informieren, vor allem, wenn das gewählte Urlaubsparadies im Ausland liegt.

  • Sind spezielle Impfungen erforderlich?
  • Benötige ich eine Wurmkur? Und wenn ja, wie lange darf diese maximal zurückliegen?
  • Habe ich den EU Heimtierausweis eingepackt?
  • Muss mein geliebter Vierbeiner bei Einreise zuerst in Quarantäne?
  • Benötigt mein Hund ein Maulkorb?
  • Veträgt mein Hund die eventuell lange Reise?
  • Wo verbringt das Fellknäul die Fahrt?
  • Bekomme ich vor Ort das gewohnte Futter oder Leckerlies?
  • Wie lagere ich es auf der Reise?
  • Und, und, und, …

Diese Fragen hier im Detail zu beantworten ist einfach zu umfangreich – euer Tierarzt berät euch gerne! Er kennt, nach euch natürlich, das Tier am Besten.

Doch eine essentielle Frage muss man sich stellen: Darf mein Hund überhaupt auf den Campingplatz meiner Träume? Da hilft nur: Fragen! Einfach anrufen oder auf der Homepage nachschauen, doch aufgepasst, manchmal sind Hunde nur in der Nebensaison erlaubt und auch nicht immer alle Rassen.

Auf der Fahrt ist es extrem wichtig, öfter eine Pause einzulegen – das tut jedem gut! Und dabei das Trinken nicht vergessen;)

Ist man dann endlich angekommen kann der Urlaub beginnen!

Sicherlich brennt ihr schon darauf, die Gegend zu erkunden. Ja, ich meine ihr alle! Euer Hund hat (hoffentlich) den größten Teil der Fahrt verschlafen und ist nun ausgeruht und unternehmungslustig.

Meiner Erfahrung nach lohnt es sich, zuerst klein anzufangen. Gemeinsam mit dem Hund den Stellplatz erkunden und ihm genau zeigen, wo dessen Grenzen sind (dazu später mehr)

Danach darf der restliche Campingplatz beschnuppert werden. Dabei bietet sich auch die einmalige Gelegenheit, sich den „Nachbarn“ vorzustellen. Eueren Hund dabei nicht vergessen – und wenn er/sie sich von seiner besten Seite zeigt, kann das sogar einiges an (zukünftigen) Stress vorbeugen.

Wohnt ein anderer Hund in direkter Nachbarschaft, euer Hund zeigt aber ein starkes Territorialverhalten, lohnt es sich manchmal, gemeinsam mit dem anderen Hund und dessen Besitzer eine Runde zu laufen. Da kann man sich gegenseitig kennenlernen, ganz entspannt und ungezwungen. Ohne Leine und ohne dass weitere Campingplatzbesucher sich gestört fühlen müssen.

Typische Fragen:

Muss ich meinen Hund anleinen?

Meist ist diese Frage mit einem JA zu beantworten. Es gibt aber auch einige Plätze, auf denen das nicht der Fall ist. Wenn ihr bei Anreise beim Platzbesitzer nachfragt und dieser euch das OK gibt solltet ihr besser auch eure direkten Nachbarn fragen, ob das auch für sie in Ordnung geht – man möchte ja nicht unangenehm auffallen. Gerade in der Nebensaison machen viele eine Ausnahme. Ansonsten gelten die Campingplatzregeln!

Welchen Stellplatz ist der Beste?

Diese Frage stellt sich bei jedem Camper – egal ob mit oder ohne Hund. Als Hundebesitzer solltet ihr eher einen Platz am Rand wählen der nicht allzu stark frequentiert ist. Plätze in der Nähe von Spielplätzen sind meiner Erfahrung auch nicht allzu ideal, höchstens man steht darauf, dass euer Hund ständig von fremden Kindern gekrault wird – VORSICHT: fühlt sich euer Hund durch z.B. eine Kinderschar bedrängt und verteidigt sich (Keifen, Beißen oder auch nur Bellen) und ein Kind verletzt sich dabei oder an den Folgen (erschrickt sichnund fällt hin) seid ihr haftbar! Auch wenn euch niemand anzeigt, kann böses Blut mit den anderen Gästen entstehen, und das will ja nun wirklich niemand 😉

Wo binde ich meinen Hund denn nun an?

Für mich hat sich meine Anhängekupplung bewährt. Das Auto steht ja meist mit auf dem Platz. Dadurch hat der Hund eine gewisse Bewegungsfreiheit, aber Vorsicht vor freistehenden Zeltstangen. Sollte eine Katze oder eine andere „Bedrohung“ vorbeilaufen und euer Hund möchte dieser hinterher, so kann es schon mal passieren, dass eine Zeltstange in Mitleidenschaft gezogen wird. Daher auch NIEMALS die Leine am Zelt befestigen. Es gibt auch spezielle Erdheringe mit Schlaufe, ich zweifle allerdings, ob diese der Wucht eines rennden Hundes gewachsen sind. (falls ihr dies bezüglich Erfahrungen habt, freue ich mich über einen Kommentar am Ende der Seite) Darf der Hund frei laufen, so achtet darauf, dass er nicht den gesamten Campingplatz unsicher macht, sondern auf der Parzelle bleibt, die er ja schon kennengelernt hat. Ich mache das meistens so, dass ich mit der Leine den Stellplatz erkunde und jedes Mal wenn Jacky über die Grenzen hinausmöchte, ihr mit der Leine einen kurzen sanften Ruck gebe und das Signalwort „Ende“ sage. Damit weiß sie, dass sie nicht weiter gehen darf. In 90% der Fälle klappt dies auch, sodass ich nun (nach monatelangem Training) getrost aufs Klo gehen kann und sie am Wegesrand unseres Platzes auf mich wartet – schwanzwedelnd versteht sich.

Wo schläft mein Hund? P1100128

Am Besten da, wo er zuhause auch schläft. Sicherlich hat euer Hund eine Decke, eine Box oder ein Korb. Nehmt diese einfach mit in den Urlaub. Damit hat euer Hund ein Stück Heimat, in dem er sich sicher fühlt und zur Ruhe kommen kann.

Was muss ich alles mitnehmen?

Das Wichtigste zuerst: Näpfe, Futter, Leinen und Geschirr/Halsband für die Marken o.ä. Aber auch das gewohnte Spielzeug darf nicht fehlen! Es Empfiehlt sich auch eine zusätzliche Flasche für unterwegs mitzunehmen. Wie oben schon benannt MUSS der EU Heimtierausweis mitgenommen werden. Es empfiehlt sich, auch alle Medikamente die der Hund benötigen könnte mitzuführen – wer weiß ob diese am Urlaubsort erhältlich sind (z.B. ein Zeckenhalsband)

Was wir alles dabei haben, könnt ihr in diesem Video erfahren:

CAMPING MIT HUND ist die schönste Urlaubsform für Naturliebhaber! Alle Familienmitglieder können so richtig entspannen und genießen, auch die vierbeinigen 😉

 

3 Kommentare zu „Der vierbeinige Campingplatzbesucher

  1. Schöner, hilfreicher Beitrag 👍 Wir haben für den Sommer auch geplant, mit Hund campen zu gehen. Die Idee, den Schlafplatz mitzunehmen, finde ich sehr gut. Wir haben hier nur Körbchen und Decken, aber es wäre bestimmt auch eine gute Idee, eine Art ausklappbare Box mitzunehmen, an die der Hund sich vorher zuhause gewöhnt. So hat er bestimmt nochmals ein sichereres Gefühl im Zelt o.ä.

    Viele Grüße 🐾

    Gefällt 1 Person

  2. Super Beitrag, dem gilt es nur hinzuzufügen: wo mein Hund nicht willkommen ist, da gehe ich erst gar nicht hin! Und damit meine ich auch Plätze, bei denen Hundebesitzer nur in der hinterletzten Ecke campen dürfen. Oder, wie schon erlebt, auf der anderen Seite der vielbefahrenen Straße. Wegen der Kinder sind wir gerne näher an Spielplatz, WC-Anlagen und dergleichen. Und glücklicherweise ist unser Wuff sehr ausgeglichen, das macht ihm nichts aus.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das:
search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close