Suche Campingplatz – aber wie?

Das Ende der Woche naht und die Nerven liegen blank von der Anstrengung der vergangenen Tage – also nix wie raus in die Natur zum Campen!

Doch wie findet man nun auf die Schnelle noch einen Campingplatz?

Ich bin beinahe Tag täglich auf der Suche nach eine Platz zum Übernachten. Ok, manchmal stehe ich auch frei, hauptsächlich bei gutem Wetter. Wenn es aber mal nicht so schön ist, oder ich einfach auch keinen Platz in der Wildnis gefunden habe, dann geht es doch auf einen Campingplatz. Nicht dass diese schlechter sind, überhaupt nicht!

Meist suche ich am Vorabend meiner Abfahrt nach Plätzen, die für mich in Frage kommen würden. Ich entscheide das nach folgenden Kriterien:

  • Liegt der Platz auf meiner Strecke oder muss ich extrem weit dafür fahren?
  • Ist die Ausstattung einfach gehalten? (ich mag keine Luxusplätze)
  • Ist der Preis angemessen und nicht zu teuer?
  • Sind Hunde dort nicht nur erlaubt sondern auch willkommen?
  • Wie sieht die nähere Umgebung aus? Gibt es evtl. einen Wanderweg oder einen See an dem man entspannen kann?
  • Dies sind meine Kriterien, für dich kann das natürlich ganz anders aussehen.

Aber wo such ich denn nun?

Ich habe im folgenden eine kleine Liste mit Suchmaschinen oder Portalen zusammengestellt, die dir bei der Suche nach einem tollen Platz helfen können:

Camping.info:

Eine tolle und riesige Database mit Stellplätzen, Campingplätzen oder Zeltplätzen in ganz Europa, entweder online auf der Homepage oder als App.

Mit der eigenen Suchfunktion kann man die Auswahl schon mal gut eingrenzen. Z.B. anhand der Öffnungszeiten, denn die wenigsten Plätze sind ganzjährig geöffnet, oder anhand des Kriteriums „Hunde in der Haupt-/Nebensaison willkommen“. Auch eine grobe Preisvorstellung kann man sich über dieses Portal machen, denn oftmals sind diese vermerkt (Meist für 2 Erwachsene, Wohnmobil und Strom) Solltest du in einer anderen Konstellation reisen, dann hilft meist nur der Klick auf die hinterlegte Homepage des Wunsch-Campingplatzes. (Vorsicht: nicht alle Campingplätze haben überhaupt eine Homepage!) Oder aber man liest sich die Bewertungen durch, die andere Besucher hinterlassen haben. Ich arbeite gerne mit diesem Portal, doch so mancher Fehler ist mir schon aufgefallen, z.B. sind manche Koordinaten falsch, sodass ich eines Abends vor einer Garage stand, anstatt vor einem Campingplatz 😉

GoogleMaps:

Auch wenn das nur ein Karten oder Navigationssystem ist, es kann auch bei der Suche nach kleinen, eventuell noch nicht erfassten Campingplätzen helfen.

Ich gehe dabei meist so vor, dass ich mir einen Zielpunkt suche und etwas aus der Karte herausscrolle. Dann suche ich nach „Camping“ und schaue mir die Ergebnisse im Detail an. Auch hier muss man sich die Informationen wieder über die Homepage des Platzes holen. Zusätzlich kann man sich die Bewertungen durchlesen. Mittlerweile sind diese echt gut und zahlreich vorhanden! Leider ist das Suchen über Maps ziemlich mühsam, da man jeden Platz erst durchleuchten muss, um zu schauen, ob er passt – man hat eben keine Suchfunktion!

Einfach-Camping:

Dies ist eine freie Database, die rein aus den Einträge von Nutzern besteht (Ok, viele der Beiträge kommen auch vom Admin Team) Die Informationen sind ähnlich wie bei Camping.info.

Doch eine Besonderheit gibt es:

Ziel von Einfach-Camping ist Familien und anderen Campingbegeisterten günstige und einfache Unterkünfte aufzuzeigen und dem Campingboom mit 5 Sterne Campingplätzen mit Animation, Pool, Rutsche, Supermarkt, Clowns, eigenem Butler (und,und,und…) entgegen zu wirken.

Somit findet man hier eher kleine, ruhige und natürliche Plätze ohne viel Schnick Schnack – eben einfach (nur) Camping.

Das Preislimit liegt bei ca. 30€/Nacht für eine vierköpfige Beispielfamilie.

Solltest du dich entscheiden, diesen Dienst zu nutzen, dann trage doch auch deinen (Lieblings-) Platz ein, denn umso mehr Nutzer dies tun, desto lebendiger bleibt das Portal!

Einzigstes Manko: Da keine Organisation dahinter steckt, sind manche Einträge schon etwas älter und die Preisangaben stimmen (leider) nicht mehr bzw. weichen etwas von der Realität ab.

Ratgeber*:

Ich persönlich nutze keine Ratgeber in Form eines Buches oder Heftes mit Adressen. Findet man über die anderen Portale nicht den gewünschten Platz, so können solche Schriftstücke gute Alternativen sein! Meiner Meinung nach, enthalten diese Ratgeber zu wenige Informationen und die Suche ist genauso mühsam wie bei googlemaps. Das muss aber jede(r) für sich selbst entscheiden.

Im Austausch mit anderen Campern habe ich erfahren, dass gerade wenn man sich in einem, anderen Land befindet, es sich lohnt, vor Ort einen Campingführer zu kaufen. Dort findet man dann die „wirklichen Geheimtipps“ die meist von den anderen Portalen (noch) nicht erfasst sind.

Viele Ratgeber spezialisieren sich auf Länder oder Regionen. Es gibt aber auch Reiseführer, die ganz spezielle Themen aufgreifen, wie z.B. „Camping auf dem Bauernhof“ – solche Führer empfehle ich für alle Familien mit jungen Kindern! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das ist das Größte Erlebnis überhaupt!!!

Tripadvisor:

Viele Plätze sind auch bei Tripadvisor gespeichert. Ich persönlich mag den Aufbau der Seite nicht so sehr, aber in der Not frisst der Teufel bekanntlich Fliegen 😉 Meist wird man einfach zu der Homepage des Platzes weitergeleitet und erhält so alle nötigen Informationen. Tripadvisor hat aber die Besonderheit, dass viele Menschen recht aufschlussreiche Bewertungen schreiben und mein gleich die nächsten Sightseeing Spots suchen kann. Das bietet das Portal nämlich auch an. Zudem gibt es eine kostenlose App.

 

Mein Fazit:

Wer sich nur auf eine Art der Campingplatzsuche verlässt, steht meist ohne Platz da 😉 Eine Kombination aus verschiedenen Portalen oder Medien ist meiner Meinung nach das effektivste.

Und manchmal lohnt es sich einfach auf, andere Camper nach einem Tipp zu fragen, am Besten nach einem kleinen Plausch oder bei eine gemeinsamen Bier oder Kaffee – das sind die wahren Geheimtipps!!

1 Kommentar zu „Suche Campingplatz – aber wie?

  1. Hallo Rapha,
    Die großen Wälzer, wie zB der ADAC Atlas haben meines Erachtens ausgedient. Ich nutze sehr gerne, wie Du auch Camping.info, vor allem wegen der Kommentare und Bewertungen. Aber auch hier gilt: sich nicht von Pedanten, die wegen Kleinigkeiten nur einen Stern geben, Bange machen lassen. Man muss die Rezensionen lesen und sich sein eigenes Bild machen. Und man sollte ruhig bei einigen Verbänden suchen.
    Beim ACSI kann man auch gezielt nach kleinen Plätzen suchen. Genauso gibt es Webseiten, die nur Plätze an / auf Bauernhöfen auflisten.
    Das Beste ist aber Mundpropaganda und zu wissen, was man will. Wir haben als fünfköpfige Familie sicher andere Anforderungen als Ihr beide.

    Liken

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