Wasser – ein kostbares Gut

Normal wäre es, den Wasserhahn aufzudrehen, und eine beinahe endlose Menge an Wasser zur Verfügung zu haben. Aber was ist, wenn man plötzlich keinen Wasserhahn mehr hat? Wenn man sich die Vorräte, die man hat, einteilen muss? Oder gar die Selbigen aufgebraucht sind?

So geht es mir des Öfteren auf meinem Roadtrip, vor allem, seitdem ich vermehrt wildcampe und keinen Wasseranschluss auf dem Campingplatz nutze.

Das Ergebnis? Ich schränke mich ein – und bin um einiges glücklicher damit!

Wofür brauche ich denn überhaupt alles das kostbare Nass? Und wie viel?

Im Folgenden möchte ich dir eine Übersicht geben, wie den mein täglicher Wasserverbrauch im Durchschnitt aussieht.

ca. 0,5 L für Kaffee am Morgen

ca. 1,5 L für den Abwasch (jeden zweiten Tag; somit im Schnitt 0,75L)

ca. 1,5 L zur Körperhygiene (manchmal auch nur jeden zweiten Tag…)

ca. 0,75 L zum Kochen am Abend

ca. 2,5 L Trinkwasser für den Hund und mich

Auf den Tag hochgerechnet ergibt das zwischen 5 L und guten 7 L Wasser am Tag; an manchen Tagen sogar noch weniger (!)

Die Zahlen variieren natürlich, je nachdem, was ich koche oder auch wie warm es an dem Tag ist – dann trinken wir natürlich mehr 😉

Einen Punkt habe ich NICHT aufgelistet, der aber UNMENGEN an Wasser verbraucht:

Wäsche waschen!

Zwischen 15 und 25 L Wasser gehen dabei jede Woche drauf – abhängig natürlich von der Menge und Art der Kleidung, die ich waschen muss.

Pullover, Jeans und Handtücher „fressen“ das Waschwasser auf, denn sie saugen sich voll. Klar, es gibt auch einige Textilien, die für ein Leben auf Wanderschaft geeigneter sind (z.B. Funktionskleidung, Synthetik Handtücher, …) ich mag aber das Gefühl auf der Haut nicht. Geschmackssache.

Es kommt aber auch auf den „Verschmutzungsgrad“ der Wäsche an: Socken möchte ich nicht gemeinsam mit z.B. Tshirts im selben Wasser waschen. Vor allem wenn diese seeeehr dreckig sind. Dafür benötigt es dann einen weiteren Eimer Wasser. Shirts und Handtücher geht aber meist zusammen, da spare ich dann ein wenig Wasser ein.

Wasser sparen geht übrigens ganz einfach:

Das erste, was ich für mich raus gefunden habe: den Abwasch des Geschirrs nur jeden zweiten Tag zu machen, und die dreckigen Teller und Töpfe (usw.) einfach zu sammeln. Das macht schon viel aus.

Auch bei der Körperhygiene klappt das ganz gut:

man muss nicht jeden Tag duschen! Ich bin mittlerweile dazu übergegangen mich einfach täglich mit einem Waschlappen und einem Eimer mit lauwarmen Wasser zu waschen. Und sehen da: ich stinke nicht, fühle mich sauber und muss nicht allzu viel Wasser mit mir rum fahren (und verbrauchen)

Ein weiterer Punkt, der ein wenig Wasser einspart, ist das Kochen.

Täglich zweimal Nudeln machen, benötigt zwischen 1-3 L Wasser pro Person. Daher koche ich fast nur abends – dafür aber ausgiebig, und mit Freude. Mittags gibt es meist belegte Brote, Gemüse oder auch mal die kalten Reste vom Vorabend.

Und woher kommt nun das Wasser, wenn nicht aus dem Wasserhahn? Und worin bewahrt man es auf?

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, vor allem für Wildcamper.

Die einfachste ist natürlich jede Woche einmal einen Campingplatz anzufahren und alle Flaschen, Kanister und Tanks aufzufüllen, die man besitzt. Auch das mache ich gelegentlich. Ich kaufe alle paar Wochen einen Sixpack Wasser im Supermarkt und nutze die Flaschen dann einfach mehrmals indem ich sie wieder auffülle. Die 5L Flaschen aus Finnland, die es übrigens auch in fast jedem südlichen Land gibt, haben sich bei mir zu Bevorratung bewährt. Gut zu verstauen, handlich, nicht zu schwer und das Wasser steht darin nicht zu schnell ab.

Manchmal gibt es auch an Raststätten einen Wasserhahn mit Trinkwasser, dort kann dann auch aufgefüllt werden. Friedhöfe wurden mir auch schon empfohlen, ich habe allerdings bisher nur einen einzigen gefunden, der auch Trinkwasser Qualität „im Angebot hatte“ – Achtet auf die Beschilderung! Falls nichts zur Wasserqualität dran steht, besser die Finger von lassen!

Eine sehr natürliche Möglichkeit sind Quellen. Gerade in Spanien habe ich einige davon gefunden. Aufgrund der Jahreszeit (Herbst 2017) führten diese leider nicht allzu oft Wasser. Anders sah das in Norwegen aus. Dort findet man einige Quellen und das Wasser schmeckt daraus auch um einiges besser als unser „Deutsches Hahnenwasser“.

Und wenn man keine der genannten Möglichkeiten findet? Dann hilft nur noch Wasser aus konstant fließenden Gewässern zu holen, keinesfalls aus stillen Gewässer wie z.B. einem See oder einem Moor. Ich persönlich traue dem dennoch nicht, denn man weiß nie, woher das Wasser kommt, und wodurch es schon geflossen ist. Man stelle ich sich z.B. eine Kläranlage 5 km flussaufwärts vor, oder ein Feld, das fleißig gedüngt wurde…

Daher filtere ich das Wasser zusätzlich mit einem Wasserfilter*. Zum Abwasch, Kleiderwaschen oder zur Katzenwäsche nutze ich gerne auch einfach mal das Wasser aus einem See. Wer auf Nummer sicher gehen will, kocht das Wasser einfach davor ab.

Noch ein Tipp zum Schluss:

Oftmals wähle ich meine Übernachtungsplätze nach der angestrebten Tätigkeit.

Muss ich viel Wäsche waschen (Bettlaken, Handtücher, viele Pullover, …) gehe ich gerne auf einen Campingplatz; mit Waschmaschine. Ist es nur eine kleine Wäsche, reicht mir auch ein Platz an einem See oder Fluss. Sind meine Vorräte gut gefüllt, dann kann es auch mal ein Wald sein, in dem ich ganz bestimmt kein Wasser finden werden 😉

Daher: füll bei jeder Gelegenheit deine Vorräte auf – besser zu viel dabei, als zu wenig.

 

Welche Erfahrungen hast du? Wie viel Wasser verbrauchst du im Schnitt wenn du unterwegs bist? Hast du noch einen Tipp, womit man Wasser sparen kann? Eventuell auch Zuhause?

Über einen Kommentar würde ich mich freuen!

* Affilliate Link

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das:
search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close