Unser fahrendes Zuhause

P1100017.JPG
Seat Ibiza 6L 1.4L (75PS) und der Zeltanhänger Campwerk „Economy“ 

Wir sind mit einem kleinen Seat Ibiza mit nur 75 PS und einem vollbeladenem 700kg schweren Zeltanhänger der Firma Campwerk unterwegs. (Video Roomtour)

Diese Kombination hat sich angeboten, denn ein neues Auto wollte ich mir für den Roadtrip durch ganz Europa nicht leisten (rückblickend eine nicht allzu kluge Entscheidung, dazu später mehr) Auch der Anhänger war schon in meinem Besitz.

Doch in der Grundausstattung wollte ich damit nicht losziehen. Also kamen einige selbstgebaute Erweiterungen hinzu:

Eine Küche inkl. Herd und Spülbecken für die Heckklappe

Eine integrierte Frischwasserversorgung

Ein System für eine 5kg Gasflasche und Heizung und eine Stromversorgung 12V und 230V und Solar

Diverses Zubehör

Damit konnte dann auch die Reise beginnen. Denn in einem ca 9m² großen Zelt mit einem gefederten Bett mit 220×175 cm Gesamtmaß, Stehhöhe und die Möglichkeit, durch ein Vorzelt die „Wohnfläche“ auf fast 20m² zu vergrößern lebt es sich wie ein König in der „Baumwollvilla“. Durch die doppelte Bettdecke und die Heizung kommt man auch bei niedrigeren Temperaturen gut klar. Ein riesiger Vorteil des Zeltanhängers: das Bett ist auf dem Anhänger angebracht, sodass man nicht auf dem kalten Boden schläft.

2015-04-11 10.56.39.jpg

Das macht einiges aus!

Auch der Auf- und Abbau gelingt mit ein wenig Übung in kurzer Zeit. Ist alles fest verstaut fährt sich der Anhänger wie eine Eins. perfektes Kurvenverhalten dank guter Nachlaufeigenschaften und niedrigem Schwerpunkt, mit der verlängerten Deichsel gut zu manövrieren und auch auf etwas schwierigeren Straßenverhältnissen springt er nicht wie ein Gummiball hinter dem Auto her. Zudem kommt er aufgrund der kompakten Maße von unter 4m Länge und max 1,80m Breite überall da durch, wo auch das Auto durchkommt.

Zum Auto:

Der Seat Ibiza ist aus dem Jahr 2010 und fährt sich im Gespannbetrieb wie ein Traktor. Das soll nicht abwertend gemeint sein, 75 PS und ein Sportauspuff tragen zum Bild bei. Gemütlich brummt er auf Landstraßen mit dem Anhänger im Schlepptau. Auch Autobahnen machen Spaß zum Fahren. Auf Bergstraßen macht er sich auch noch ganz gut, auch wenn der Spritverbrauch rasant auf bis zu 12L / 100km ansteigt. Doch sobald eine größere Steigung kommt, bemerkt man, dass dies kein Auto zum Gespann Fahren ist. Frühzeitiges Runterschalten und eine vorausschauende, sehr entspannte Fahrweise wird dem Fahrer geradezu aufgezwungen, was ich sehr begrüße. Mit durchschnittlich 8L auf 100 km ist er für einen 1,4L Benziner nicht gerade übermäßig durstig, was sich positiv auf die Reisekasse auswirkt 😉 Durch den Ausbau der Rückbank hat das Auto nun auch genügend Stauraum für Hund und Herrchen. Einzig jedoch die Bodenfreiheit macht mir zu schaffen. Jede Bodenschwelle ist ein Grund für Hinterherfahrende zu stöhnen, denn schneller als Schrittgeschwindigkeit geht nicht. Höchstens man nimmt einen Klageschrei der Stoßdämpfer in Kauf oder läuft Gefahr, mit dem Sportauspuff aufzusitzen.

 

%d Bloggern gefällt das:
search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close